Geschichte der Kirche in Sassen



Ursprünglich wurde die Sassener Kirche als ein „Quadratischer Feldsteinchor mit Einzelformen in Backstein, um 1290" erbaut. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde dieser um ein Backsteinschiff der gleichen Breite erweitert. Der Chor ist mit fünf schlichtem östlichen Blendengiebeln errichtet. An der Nordseite sind dabei die Reste eines steigenden Kleeblattbogenfrieses aus Terrakottaplatten zu sehen, im Süden und Osten sind zwei- und dreiteilige Spitzbogenfenster. Die Eingänge sind mit Viertelstabprofilen abwechselnd schichtenweise glasiert, in gleicher Weise ist die ehemalige Priesterpforte im Süden mit eingestellten Rundstäben gestaltet.
Das Kirchenschiff ist von außen durch zum Teil abgebrochene oder erneuerte Strebepfeiler in zwei Joche gegliedert. Darüber hinaus ist ein durchbrochener Formsteinfries, dreiteilige Fenster, sowie ein schlichtes südliches Stufenportal zu sehen. In der Westfassade ist mit dem fünffachem Stufenportal in der vorgezogener Mauerblende, der Haupteingang der Kirche. Die Rundfenster und Giebel sind mit schlanken Maßwerkblenden versehen.“

Innenraum

„Die Flachgedecke mit abgestufem Triumphbogen ist mit breiten Mauervorlagen versehen, da ursprünglich ein Gewölbe vorbereitet wurde. Im Chor sind Reste mittelalterlicher Malereinen an den Innenwänden zu finden, an der Nordwand ein Wappen aus Bauzeit, an der Südseite eine wohl jüngere, nicht identifizierte Szene.

Im Ostfenster des Chorraums ist eine Neugotische Glasmalerei von F. Müller, Quedlinburg zu sehen, die wohl Ende des 19.Jahrhunderts entstanden ist. Sie zeigt Jesus Christus als den Guten Hirten zwischen Petrus und Paulus.

Ausstattung

Deu Neugotischer Altaraufsatz ist Ende des 19.Jahrhunderts mit Ölbild "Gebet Christi am Ölberg", befindet sich an der Nordseite des Chorraums.


Die Taufe aus gotländischem Kalkstein aus der 2. Hälfte des 13.Jhd. ist mit rundbogiger Blendakartur mit nachträglicher Marmorierung übermalt.



Die Westempore, auf gewundenen Säulen entstand wohl um 1700. Die Brüstung, die durch gewundene Halbsäulen gegliedert ist, zeigt in der Mitte Allianzwappen auf.

„Die Orgel von 1885, von Friedrich A. Mehmel, Stralsund hat einen dreiteiligen neugotischen Prospekt mit Fialen, Vierpässen und Spitzbögen.

Friedhof


Auf dem Friedhof ist eine Mordwange aus 14./15. Jahrhundert, zwei Grabstelen aus Kalkstein von 1828 und 1858, sowie ein Feldsteintrockenmauer zu sehen. Es befindet sich darüber hinaus eine Bronzeglocke im freistehenden Glockenstuhl von 1479.